06.02.2020  –  Uckermarkkurier

Stegelitzer Kirche aus Dornröschenschlaf wecken

Das Gotteshaus ist gesperrt. Es gibt Probleme mit Hausschwamm im Dachgebälk. Stegelitzer setzen sich für den Erhalt der Kirche ein, mit Vehemenz. 

von Michaela Kumkar

Von außen sieht man der Stegelitzer Kirche nicht unbedingt an, dass es große Probleme mit der Bausubstanz gibt. Derartig große, dass sie gesperrt ist. Engagierte Einwohner des Ortes wollen daran etwas ändern.Michaela Kumkar

Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen (Zweiter von links) informierte Kulturministerin Manja Schule über die Geschichte der Kirche.
Kai Herrmann (Mitte) vom Verein Freunde der Feldsteinkirche informierte Kulturministerin Manja Schüle (Zweite von rechts) über den derzeitigen Zustand der Kirche.

130 Mitglieder hat der Förderverein Freunde der Feldsteinkirche Stegelitz  e. V. Sie haben sich den Erhalt des im 13. Jahrhundert errichteten Gebäudes auf die Fahnen geschrieben. Die Kirche ist in keinem guten Zustand und darf seit 2015 nicht mehr genutzt werden. Im Dachgebälk hat sich echter Hausschwamm breit gemacht. 200 000 Euro sind inzwischen in die Notsicherung des Gotteshauses geflossen. Akquiriert werden konnte das Geld durch Unterstützung von Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Brandenburg. Der Löwenanteil für die Notsicherung des Daches der Kirche kam mit 120 000 Euro aus der Denkmalhilfe des Kulturministeriums. Von außen und innen wurde durch eine Stahlkonstruktion eine Entlastung der Außenwände erreicht.

Verein organisiert Spendenveranstaltungen

Jetzt gaben Mitglieder des Fördervereins Kulturministerin Manja Schüle (SPD) einen Überblick über das, was bislang erreicht wurde. Vereinsvorsitzende Steffi Jarmowske und ihr Stellvertreter Kai Herrmann informierten sie unter anderem über die ehrenamtlichen Aktivitäten des Vereins, um Spendenveranstaltungen zu organisieren. Regelmäßig finden Arbeitseinsätze statt. Man unterstütze die Kirchengemeinde bei der Pflege der Kirchenumgebung. „Unser Ziel ist es, die Kirche zum Mittelpunkt sozialer Kontakte und gemeinschatlicher Interaktion zu machen.” Und natürlich solle sie auch ein religiöser Ort bleiben.

Ministerium vom Engagement beeindruckt

Kulturministerin Schüle zeigte sich beeindruckt von diesem bürgerschaftlichen Engagement. „Hier kommt viel Gutes zusammen: Energie, Liebe, Gemeinschaft und Gemeinsam. Unabhängig davon, ob Menschen konfessionell gebunden sind oder nicht.”

Uckermarkkurier, 06.02.2020
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