20.12.2019  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Umstrittenes Wohnprojekt neben Kirche in Pinnow soll kommen

Erst wurde hitzig diskutiert, dann wurde der Bauleitplan für das Wohnbauvorhaben neben der Kirche in Pinnow mit knapper Mehrheit beschlossen. Ein Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen wurde – wenngleich äußerst knapp – zuvor abgeschmettert. Damit hat der Investorenplan, in der dörflichen Siedlung nun zwischen 120 und 190 Wohnungen zu bauen, vorerst freie Bahn.

Nach teils hitziger Diskussion beschlossen die Stadtverordneten Hohen Neuendorfs am Donnerstag mit knapper Mehrheit die Aufstellung des verbindlichen Bauleitplans für das Wohnquartier an der Kirche Pinnow. Ein von Bündnis 90/Die Grünen eingebrachter Änderungsantrag, den Geltungsbereich des auf eine Fläche von 4,7 Hektar angelegten Bebauungsplans auf maximal 40 Meter Tiefe entlang der Straße einzuschränken, um eine ortstypische Bebauung in der dörflichen Siedlung zu erzielen, war zuvor mit knapper Mehrheit (13 Nein, 14 Ja, drei Enthaltungen) abgelehnt worden.

Privateigentümer stellte im März 2019 Antrag bei der Stadt

Im März hatte die Stadt der Antrag eines Privateigentümers auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für die Fläche östlich der Dorfstraße und westlich des Oder-Havel-Kanals in Pinnow erreicht. Geplant sei, eine Teilfläche des Gebiets für den Wohnungsbau zu nutzen, hieß es dabei. Die nun beschlossene Entwicklung der Fläche sieht eine Wohnnutzung im Süden vor, im Norden sollen Entwicklung respektive Erhalt von Grünflächen erfolgen. Da das Vorhaben nach geltendem Planungsrecht nicht zulässig ist, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Umsetzung des Vorhabens erforderlich.

Bedenken ob massiven Umfangs der Pläne für kleine Siedlung

Trotz allgemein herrschender Wohnungsnot, die von den Stadtverordneten auch uneingeschränkt anerkannt wurde, sorgte der massive Umfang des Projekts („Der Eigentümer möchte dort 120 bis 190 Wohnungen errichten“, so Bündnis 90/Die Grünen) im gegenwärtig rund 20 Wohnhäuser umfassenden Pinnow für Zweifel bei den Lokalpolitikern. So hält Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion die immobilienwirtschaftliche Entwicklung des Ortes für nicht wünschenswert. Mit 14 Ja-, elf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde dem Antrag letztlich zugestimmt. „Wir werden die Aufstellung des Bebauungsplanes weiterhin kritisch begleiten“, kündigten Bündnis 90/Die Grünen an.

Von Nadine Bieneck

Märkische Allgemeine Zeitung, 20.12.2019
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