09.01.2020  –  Märkische Oderzeitung

Fast zwei Millionen Euro für Dom zu Brandenburg und St. Katharinen

Mit 1,47 Millionen Euro unterstützten Kultur- und Infrastrukturministerium 2019 die Sicherung des Brandenburgr Doms St. Peter und Paul als eines der wichtigsten Denkmäler der Stadt Brandenburg an der Havel.© Foto: tms

Rund 37 Millionen Euro aus Mitteln des Kulturministeriums und des Infrastrukturministeriums wurden im vergangenen Jahr landesweit in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen investiert. 1,47 Millionen Euro davon gingen an den Brandenburger Dom, mit weiteren 411.000 Euro wurde die Sanierung der Orgel in der Kirche St. Katharinen gefördert.  Das zeigt die jetzt veröffentlichte Bilanz zur Denkmal-Förderung 2019 im Land Brandenburg, die Kulturministerin Manja Schüle,  Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke, Landeskonservator Thomas Drachenberg und der Vorsitzende des Vereins „Freunde der Feldsteinkirche Stegelitz“, Andreas Winter, gemeinsam dem Bürgermeister der Stadt Seelow, Jörg Schröder, sowie dem Geschäftsführer der Seelower Wohnungsbaugesellschaft, Hans Peter Thierfeld, präsentierten. Rund 12 Millionen Euro stammen dabei aus dem Kultur-, 25 Millionen aus dem Infrakturministerium.

„Brandenburg ist überaus reich an Denkmälern. Es sind aber nicht nur die prächtigen Parkanlagen und die herrschaftlichen Schlösser aus der Blütezeit Preußens, die unsere Denkmallandschaft ausmachen. Wichtige Zeugnisse unserer kulturellen Vielfalt, Traditionen und Geschichte sind auch alte Industrieanlagen, aufgegebene Ölmühlen, frühere Brauereien, imposante Klöster, archäologische Stätten – und vor allem die vielen Kleinode in den Städten und Dörfern, wie die Dorfkirche in Stegelitz. Die meisten von ihnen wären ohne privates und vielfach ehrenamtliches Engagement nicht zu erhalten. Zahlreiche Vereine, Förderkreise und Privatpersonen setzen sich überall in unserem Land mit Leidenschaft, Beharrlichkeit, Kreativität und großem Erfolg für den Erhalt historischer Bausubstanz ein. Damit ist der Denkmalschutz eine der größten Bürgerbewegungen in Brandenburg. Um dieses herausragende Engagement zu würdigen, unterstützen wir diese Bemühungen mit jährlich 1,5 Millionen Euro zur Sicherung und Sanierung von Denkmalen im Rahmen der Denkmalhilfe. Das ist ein wichtiges Signal. Denn gerade der Denkmalschutz in der Fläche trägt zur Belebung von Orten bei, schafft Gemeinschaft und steht für regionale Identität“, so Kulturministerin Manja Schüle.

Baustaatssekretär Rainer Genilke betonte zudem, dass mit den 25 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln aus dem Programm ‘Städtebaulicher Denkmalschutz‘ im Jahr 2019  im Vergleich zu den Vorjahren für Kontinuität gesorgt werden konnte. „Auch mit der Neustrukturierung halten wir das hohe Niveau in der Städtebauförderung bei. Der städtebauliche Denkmalschutz wird weiterhin mit günstigen Konditionen in der neuen Programmsäule ‘Lebendige Zentren‘ erhalten bleiben. Das ist wichtig für die Städte und Gemeinden, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger. Denn beim Denkmalschutz geht es neben dem Erhalt von historischen Gebäuden, Straßen, Plätzen und Parkanlagen, auch darum, dass die Orte im Hier und Heute bestehen. Und dass sie weiterhin ihre Identität behalten. Mein Dank gilt allen, die dieses und andere Projekte zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben“, sagte Genilke.

Landeskonservator Thomas Drachenberg unterstrich in seiner Ansprache noch einmal, dass Denkmale nicht nur bauliches, sondern auch soziales Fundament unserer Gesellschaft seien: „Die Baukultur ist wichtig für eine qualitätvolle Umwelt. Denkmale dienen mit ihren Zeitschichten aber auch dazu, dass wir uns alle am Original unsere Geschichten erzählen können. Diese Kommunikation ist ein wesentliches Element einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft.“

Unterstützt wurden mit den rund 12 Millionen Euro aus dem Kulturministerium zahlreiche Einrichtungen. Allein 5,7 Millionen Euro davon  flossen an Stiftungen für den Erhalt ihrer Bausubstanz. Mit weiteren 3,7 Millionen Euro wurden zudem Kirchen, Religionsgemeinschaften und Kommunen im vergangenen Jahr bei der Sanierung von sakralen Gebäuden und Jüdischen Friedhöfen gefördert. Der Großteil der Mittel – rund 1,49 Millionen Euro – ging im Rahmen des Staatskirchenvertrages an die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Ingsesamt konnten 23 Kirchensanierungen gefördert werden. Ganze 2,5 Millionen Euro standen zudem für Denkmalförderprogramme des Kulturministeriums bereit. Mit den 25 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ des Infrastrukturministeriums wurden zudem 29 Kommunen unterstützt

Märkische Oderzeitung, 09.01.2020
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