10.06.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Gemeinde Gumtow will Geld für die Auflage eines Buches über Demerthin geben

Der Hauptausschuss Gumtow votiert dafür, dass sich die Gemeinde mit 500 statt mit 1000 Euro an der Erstellung eines Buches über den Ortsteil Demerthin beteiligt. Schloss, Kirche und Wandmalereien sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg will zusammen mit dem Lukas Verlag ein Buch über den Prignitz-Ort Demerthin herausgeben. Das Buch soll über die Geschichte des Ortes berichten. Es ist vorgesehen, dass das Renaissanceschloss und die Kirche in den Mittelpunkt der Darstellung gestellt werden. Beide Bauwerke sind besonders und haben kunst- und kulturgeschichtliche Bedeutung, die weit über Demerthin hinausgeht.

Das Buch ist auch gut für die Bekanntheit der Gemeinde Gumtow

Der Förderkreis ist sich sicher, dass das Buch dazu beträgt, den Ort und seine Bauwerke, und somit auch die Gemeinde Gumtow, überregional bekannt zu machen. Die Gemeinde als Eigentümer des Schlosses Demerthin wurde deshalb auch gebeten, sich an der Finanzierung des Buches mit einem einmaligen Zuschuss von 1000 Euro zu beteiligen.

Keine Neuauflage, sondern ein neues Buch über Demerthin

Die Bitte hatte als erstes der Hauptausschuss auf dem Tisch. Bürgermeister Stefan Freimark erklärte, dass es bereits ein Buch über die historischen Wandmalereien in der Kirche gibt. Es heißt „Die spätmittelalterlichen Wandmalereien in der Dorfkirche zu Demerthin”. Das ist aber mittlerweile vergriffen. Das neue Buch soll aber keine Neuauflage dieses Werkes sein, sondern eher eine erweiterte Beschreibung des Ortes, in der die Malereien eine Rolle spielen werden.

Mehrere Geldgeber für das Projekt

Die Ausgaben für die Erstellung des neuen Buches werden laut Freimark mit knapp 8000 Euro beziffert. Darin enthalten seien unter anderem Fotoarbeiten und Druckkosten. Freimark teilte auch mit, dass der Förderkreis sich mit 1000 Euro daran beteiligt. Auch die evangelische Kirchengemeinde gebe 750 Euro dazu. Ebenso beteiligt sich laut Freimark der Verein der Familie von Klitzing mit 2100 Euro. Die Familie hatte von 1438 bis 1945 das Patronat in Demerthin.

Hauptausschuss will 500 Euro geben

Den Mitgliedern des Hauptausschusses erschien die Beteiligung von 1000 Euro etwas zu hoch. Sie empfahlen einen Betrag von 500 Euro. Gleichzeitig wurde angeregt, unter anderem bei der Familie von Klitzing nach weiteren Spenden zu fragen. Die Gemeindevertreter müssen nun in ihrer nächsten Sitzung am 23. Juni entscheiden, ob die Gemeinde 500 Euro oder doch 1000 für die Erstellung des Buches dazu geben soll.

Die Wandmalereien in der Demerthiner Kirche sind selten und besonders. Quelle: Sandra Bels

Steineke setzte sich für Fördermittel für Demerthin ein

Von der Schönheit der Kirche und ihren Wandmalereien will sich am Donnerstag der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke ab 13.30 Uhr überzeugen. Er hatte sich dafür eingesetzt, das die bevorstehende Kirchensanierung Fördermittel in Höhe von fast 100 000 Euro vom Bund bekommen hat.

Das Geld stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes. Mit dabei sind Pfarrer Daniel Feldmann, Heiko Jaap, Baubeauftragter des Kirchenkreises Prignitz), Bürgermeister Stefan Freimark und Mitglieder des Gemeindekirchenrats. Steineke möchte sich einen Eindruck von der geplanten Sanierung von Turm und Dach verschaffen.

Von Sandra Bels

Märkische Allgemeine Zeitung, 10.06.2020
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