02.04.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Ostern in Corona-Zeiten: Für Menschen in Not läuten in der Karwoche die Glocken in Mühlenbeck und Schildow

Ein Glockengeläut ruft die Gläubigen zur Zeit nicht in die Kirche, sondern soll zum Gebet und Gedenken zu Hause animieren. Pfarrer Bernhard Hasse bittet: „Zünden Sie bei sich daheim eine Kerze an und gedenken im Gebet all der Menschen, die betroffen oder gefährdet sind.“

Der Berlin-Brandenburger Landesbischof Christian Stäblein ruft in der Corona-Krise jeden Tag um 12 Uhr zum gemeinsamen Gebetauf: Die Übertragung ist unter www.ekbo.de/livestream.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/EKBO.de zu sehen sowie live im Radio Paradiso („Gedanken zum Auftanken – spezial“) zu hören. Aus diesem Anlass werden auch in Mühlenbeck und Schildow in der kommenden Woche von Montag bis Donnerstag jeden Mittag um 12 Uhr die Kirchenglocken ertönen: „Wir möchten in der Karwoche ganz besonders Fürbitte für jene Menschen halten, die zurzeit krank oder in Not sind“, begründet Pfarrer Bernhard Hasse das zusätzliche Glockengeläut. Für ihn verbinden die Glocken – die zu solch ungewöhnlicher Zeit sonst üblicherweise nur zu Beerdigungen ertönen – das Leiden von Menschen heute mit dem Leiden, das Jesus Christus in der letzten Woche vor seinem Tod ertrug. 

Gedenken am Osterwochenende

Der Karfreitag selbst wird mit dem morgendlichen Gottesdienstgeläut beginnen – um 9 Uhr in Schildow, um 10.30 Uhr in Mühlenbeck. Dieses ruft die Gläubigen zurzeit natürlich nicht in die Kirche, sondern soll zum Gebet und Gedenken zu Hause animieren. Pfarrer Bernhard Hassebittet: „Zünden Sie bei sich daheim eine Kerze an und gedenken im Gebet all der Menschen, die betroffen oder gefährdet sind.“ Ein weiteres und vorerst letztes Mal erklingen die Glocken dann Freitagnachmittag um 15 Uhr: zur Todesstunde Jesu Christi! Erst am Sonntagmorgen, dem Tag der Auferstehung, ist das Läuten in Mühlenbeck und Schildow wieder zu hören. Das Osterfest fällt in diesem Jahr für viele Menschen in eine sehr schwierige Zeit. Doch ist die Auferstehung Christi, die an diesem Wochenende gefeiert wird, bis heute ein Symbol der Hoffnung. Damit auch in der größten Krise diese Hoffnung nicht verloren geht, sind zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinde zurzeit ständig im Einsatz. Wer Sorgen und Probleme hat – beispielsweise Unterstützung beim Einkaufen braucht – oder Hilfe anbieten möchte, melde sich gern im Pfarrhaus unter Tel. 033056 89017 oder schreibt eine E-Mail an die Adresse pfarramtmuehlenbeck@kirche-berlin-nordost.de.

Märkische Allgemeine Zeitung, 02.04.2020
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