12.08.2020  –  Märkische Allgemeine Zeitung

Pfarrer Kautz ist in Marienfließ angekommen

Helmut Kautz ist als Pfarrer von Brück in die Prignitz gezogen. Dort will er in Marienfließ ein klösterliches Leben für Familien aufbauen. Seine erste Taufe steht am Sonnabend in Sargleben an.

Pfarrer Helmut Kautz ist in der Prignitz angekommen. Er hat hier eine anspruchsvolle Aufgabe vor sich: Er will gemeinsam mit seiner Familie eine klösterliche Gemeinschaft im Kloster Marienfließ mit dem Projekt „Quellort Marienfließ“ gründen. Bei seinem Abschied in Brück bekam der Geistliche vom Rottstocker Gemeindekirchenrat die weltweit zweite Corona­taufkelle überreicht. Das aus über 500 Jahre altem Kirchenbalken gefertigte liturgische Instrument soll nun segensreich in der Prignitz zum Einsatz kommen. 

Ronja wird am ersten Amtstag des Pfarrers am Samstag, 15. August, in Sargleben getauft werden. Für beide ist es in gewisser Weise ein Start: für den Pfarrer in eine neue Aufgabe und für die Kleine ins Leben der evangelischen Kirchengemeinde.

n zwölf Jahren einige Spuren hinterlassen

Helmut Kautz schilderte seinen Abschied aus Brück in einem Brief: „Schon am frühen Morgen (Sonntag) um 9 Uhr begann für die ganze Familie der Abschiedsspaziergang durch die Gemeinden des Pfarrbereichs Brück.“ Galt es doch coronagerecht Abschied zu nehmen vom 30. Pfarrer von Brück. „In Trebitz, Gömnigk, Brück Rottstock, Brück und Neuendorf nahmen die Gläubigen, Zweifler, Atheisten, Normale … Abschied von uns.“ Zwölf Jahre lang hatte der Pfarrer das Leben des Ortes geprägt.

Nach mehr als 220 Taufen, 300 Beerdigungen, 130 Konfirmierten, vier Glockengüssen und zwei vollendeten und einem unvollendeten Pferdefriedensglockentreck (www.friedenstreck.de) war für Helmut Kautz die Zeit gekommen zu gehen. „Es ruft die Prignitz!“

Es gab so einige Geschenke

Beim Abschied ergriff der Kirchenrat Guhl aus Boberow als letzter im Gottesdienst das Wort um das neue Aufgabengebiet im Kloster Marienfließ und der Westprignitz zu beschreiben. Vorher hatte Pfarrer Matthias Stephan die formale Entpflichtung vorgenommen, der Gemeindekirchenrat sich mit einer Glocke bedankt, der Bürgermeister Schimanowsky das politische Engagement gelobt, die Kollegen eine Kerze mit Predigtzusammenfassungen übergeben, der Präsident des Konsistoriums, Jörg Antoine, den Gruß der Landeskirche überbracht und die Jugend als Dank ein Kilo Röstzwiebeln übergeben. Sie kennen Ihren Hirten.

Vorher ging es mit dem Pferdeglockenwagen durch die Stadt. Die Feuerwehr „wollte auch mal taufen“ und besprengte Pfarrer und Pferde reichlich mit dem kühlenden Nass. „Ein Vorzeichen für die Gemeinschaftneugründung im Kloster Marienfließ“, so der Pfarrer. 

Von MAZ-online

Märkische Allgemeine Zeitung, 12.08.2020
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