Startkapital für Kirchen-Fördervereine (beendet)
Seit dem Jahr 2002 schrieb der Förderkreis Alte Kirchen im Rahmen seines Projektes „Startkapital für Kirchen-Fördervereine“ jährlich Preisgelder für neu gegründete Fördervereine aus. Insgesamt erhielten auf diesem Wege fast 100 Vereine eine Anschubfinanzierung für ihre Arbeit zur Bewahrung der jeweiligen Kirche im Dorf in Höhe von jeweils 2.500 Euro.
Für zahlreiche Initiativen bedeutete diese Zuwendung eine Initialzündung für die weitere Tätigkeit. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung brachte die Auszeichnung auch eine nicht zu unterschätzende Öffentlichkeitswirksamkeit mit sich und öffnete dadurch den Weg für weitere Unterstützungen durch potentielle Fördermittelgeber. In den Vereinen engagieren sich Gemeindeglieder, nicht kirchlich gebundene Einwohner, Kommunen, Institutionen und Betriebe, mit dem Ziel, ihre Kirche zu erhalten und zu nutzen. Dafür werden Spenden gesammelt und Konzerte, Feste und andere Veranstaltungen organisiert. Die Gründung und die dann folgenden Aktivitäten der Kirchenfördervereinen beleben die Dörfer in ganz entscheidender Weise. Sie führen zusammen, richten den Blick auf die gemeinsam zu erreichenden Ziele, stärken die Identität mit dem Ort und der Kirche und unterstützen die Begegnung, Kommunikation und den Zusammenhalt untereinander.
Das Projekt „Startkapital für Kirchen-Fördervereine“ stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Inzwischen ist die Neugründung von Kirchbauvereinen selten geworden. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Nachdem unser „Startkapital“ vielen Vereinen und damit auch zahlreichen Kirchbauprojekten sehr geholfen hat, haben wir seit 2020 das Projekt eingestellt. Bis 2020 konnten über das „Startkapital“ 96 Vereine mit insgesamt 225.000 Euro in ihrer Arbeit unterstützt werden.



Zu den ersten Preisträgern gehörte die Kirche von Küstrinchen (links) – einem Dorf in der Uckermark mit 49 Einwohnern mitten im Walde, die bis 2001 verschlossen und vergessen war.
Die ebenfalls fast vergessene ehemalige Wallfahrtskirche von Alt Krüssow (mitte) in der Prignitz wurde durch einen rührigen Förderverein wieder ins öffentliche Bewußtsein gerückt. Ihn konnten wir dabei 2004 mit dem Förderpreis unterstützen.
In Carzig (rechts) steht eine der zahlreichen Kriegsruinen des Oderbruchs. Mit Phantasie und Engagement ist ein Verein, den wir 2005 auszeichneten, dabei, die Ruine zu sichern und die Kirche langfristig wieder aufzubauen.
Wir erhielten im ersten Jahr 42 Bewerbungen, aus denen eine Jury 10 Preisträger auswählte. Im folgenden Jahr gingen 33 Bewerbungen ein. Aufgrund der hohen Qualität entschied sich die Jury für 11 Preisträger. Nach dem Auslaufen der Förderung durch die Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart und das Land Brandenburg finanzieren wir die Preise aus Spendengeldern.
- Preisträger 2002
- Preisträger 2003
- Preisträger 2004
- Preisträger 2005
- Preisträger 2006
- Preisträger 2007
- Preisträger 2008
- Preisträger 2009
- Preisträger 2010
- Preisträger 2011
- Preisträger 2012
- Preisträger 2013
- Preisträger 2014
- Preisträger 2015
- Preisträger 2016
- Preisträger 2017
- Preisträger 2018
- Preisträger 2019
Die Preisverleihung 2018 fand am Freitag, dem 14. September 2018 in der Heilg-Geist-Kapelle Angermünde statt. Dazu stand auf MOZ.de/ 18. September 2018: Die Kirche muss im Dorf bleiben
Hat sich unser Startkapital als Mutmacher vor Ort ausgezahlt? Berichte aus Groß Döbbern (Spree-Neiße), Mellnsdorf (Teltow-Fläming), Läsikow (Ostprignitz-Ruppin) oder Pessin (Havelland) belegen es.