von Thomas Berg und Thomas Sommer und Henning von Dewitz

Neue Regionalbetreuer im Förderkreis Alte Kirchen

Wir stellen uns vor

Henning von DewitzFoto: privat

Henning von Dewitz

Regionalbetreuer für den Landkreis Teltow-Fläming, Jahrgang 1971, Kaufmännische Lehre, Jurastudium, seit über 25 Jahren zunächst angestellter, dann selbstständiger Investment- und Finanz-Honorarberater, Unternehmensberater und Projektierer.

Warum bin ich Regionalbetreuer geworden? Ich bin schon lange Mitglied im Förderkreis Alte Kirchen und bin dem Land Brandenburg familiär-geschichtlich verbunden. Dies in Verbindung mit meinem christlichen Glauben sowie der Überzeugung, dass der Förderkreis Alte Kirchen einer sehr sinnvollen Aufgabe nachgeht hat mich bewogen, mich als Regionalbetreuer zu engagieren.

Was erwarte ich von der Tätigkeit? Ich bin gespannt auf viele neue Eindrücke, Begegnungen im Verein und vor Ort im Land und der Zusammenarbeit im Förderkreis. Ich werde einiges Neues zu Gebäuden und Architektur, zu den Orten im Landkreis und darüber hinaus lernen und hoffentlich gute positive Beiträge zu unterschiedlichen Projekten liefern können.

Worauf freue ich mich? Was könnte schwierig werden? Es wird sehr spannend sein, zu sehen, wie Projekte auf den Weg und zu einem hoffentlich guten Abschluss gebracht werden. Zugleich wird dabei einiges „Neuland“ auf mich warten, was zum Beispiel Kenntnisse zu den diversen Förderwegen und architektonisch-gebäudetechnische Besonderheiten betrifft.

Was reizt mich an meiner Region? Ich wohne im Südwesten von Berlin und daher ist mir Teltow-Fläming etwas näher und vertrauter als andere Regionen. Es gibt hier viel Natur, einen weiten Himmel und zudem viele historisch bedeutende Ortschaften. Und wir haben den Spargel!

Mein erstes Projekt? Meine ersten Berührungen hatte ich mit der Evangelischen Kirche in Sperenberg, wo die Kirchturmspitze instandgesetzt werden muss. Vom baulichen und damit auch finanziellen Umfang her gesehen, ist dies ein größeres Projekt, zu dem derzeit noch an der Gesamtfinanzierung gearbeitet wird. Ich hoffe, dass sich die dazu offenen Fragen alsbald positiv klären und die Baumaßnahmen in Angriff genommen werden können.

Thomas SommerFoto: Förderkreis Alte Kirchen

Thomas Sommer

Regionalbetreuer für die Uckermark, Jahrgang 1959, zwei (+zwei) erwachsene Töchter, vier Enkel, studierte an der TU Dresden Denkmalpflege und machte einen Master an der Viadrina in Frankfurt/Oder, langjährig für die untere Denkmalschutzbehörde Uckermark tätig, wohnhaft in Biesenbrow.

Im März 2026 erhielt ich während einer Autofahrt einen Anruf vom Baubeauftragten des evangelischen Kirchenkreises Uckermark, Jens Radtke. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, die Regionalbetreuung des Förderkreises Alte Kirchen für die Uckermark zu übernehmen. Ich war überrascht. Herr Radtke gab mir noch verschiedene Hinweise und an wen ich mich wegen Detailfragen wenden kann. Im Grunde war ich mir aber schon im Auto sicher: Das mache ich.

Aus meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Mitarbeiter in der staatlichen Denkmalpflege kenne ich den Förderkreis Alte Kirchen seit seiner Gründung, wurden doch viele Projekte im Landkreis Uckermark durch die untere Denkmalschutzbehörde und auch mit dem Förderkreis gemeinsam entwickelt und gefördert.

Seit dem Frühjahr 2025 bin ich im Ruhestand und habe mich seit dieser Zeit etwas mehr um die Kirche in meinem Wohnort Biesenbrow, einem Ortsteil der Stadt Angermünde, gekümmert sowie versucht, meine vielen Artikel, Vorträge und Bilder zu sortieren, die sich im Laufe der fast vier Jahrzehnte Denkmalpflege bei mir angesammelt haben. Unbenommen davon empfand ich den Einschnitt, den Eintritt in den Ruhestand, schon heftig. Ich glaube, ich habe meinen Beruf gelebt, habe mich immer sehr intensiv mit den Objekten und den Fragestellungen dazu auseinandergesetzt und ich hatte schon überlegt, was ich noch machen, wo ich mein Wissen zur Region, meine Erfahrungen noch einbringen könnte. Insofern hatte ich mich sehr über den Anruf gefreut und einen Tag später meine Bereitschaft Herrn Radtke mitgeteilt, Kontakt mit Herrn Tödtmann vom Vorstand aufgenommen und mich im März im Vorstand des Förderkreises vorgestellt.

Dass ich nun verschiedene Projekte weiterverfolgen, teilweise auch betreuen kann, die ich aus meiner Zeit als Mitarbeiter in der unteren Denkmalschutzbehörde schon betreut habe, wie Seelübbe oder auch Zernikow, freut mich sehr. Hier bin ich nun in einer anderen Position. Ich kann neben Beratungen, der Vermittlung von Kontakten und Wissen wohl auch mehr ganz konkret bei vielen Projekten helfen, mit den Förderungen, die der Förderkreis Alte Kirchen ausreicht, mit seinen Spenden. Neben der Sicherung der Dorfkirchen bewirken diese Spenden auch, dass der soziale Zusammenhalt in den Dorfgemeinschaften gefestigt wird. Die Bauuntersuchungen durch Studenten der TU Berlin an der Kirche in Zernikow, die der Förderkreis mit gefördert hat, bewirkten, dass der dortige Verein deutlich an Mitgliedern gewonnen hat. Weiterhin unterstützen die Dorfbewohner und der ansässige Landwirtschaftsbetrieb die Arbeit der drei Studenten nach Kräften mit Unterkunft, Verpflegung, Arbeitsgerät und vielem mehr. Bleibt zu hoffen, dass der Förderkreis auch weiterhin mit seinen Spenden die ländlichen Regionen Brandenburgs so gut unterstützen kann.

Thomas Berg vor seinem Haus in LunowFoto: privat

Thomas Berg

Regionalbetreuer für den Barnim, 1960 in Berlin geboren, verheiratet, zwei erwachsene Söhne, wohnt in Lunow, seine Frau arbeitet als Hausärztin vor Ort, Ausbildung zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik bei der Deutschen Reichsbahn, Bausoldat in Dresden, Theologiestudium in Greifswald und Halle, 1990 erste und einzige Pfarrstelle in Lunow an der Oder, Mitglied der Landessynode und dort im Haushaltsausschuss.

Warum bin ich Regionalbetreuer geworden? Wie bei vielen Pfarrern hat auch das Bauen zu meinen dienstlichen Aufgaben gehört. In meinen 34 Dienstjahren habe ich sechs Kirchen sanieren können. In den ersten Jahren nach 1990 halfen dabei die Nachwende-Denkmal-Sondertöpfe, später gab es Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, danach wurde es immer komplizierter, die erforderlichen finanziellen Mittel aufzutreiben. Manche „meiner“ Kirchen stammen aus dem Mittelalter, also aus der Zeit der deutschen Besiedlungswelle Mitte des 13. Jahrhunderts und waren in den Jahren danach immer wieder verändert worden. Außerdem waren Bauarbeiten an unserm Kindergartengebäude (1907) und am Pfarrhaus erforderlich, das 1953 nach dem Krieg auf den Grundmauern des abgebrannten alten Pfarrhauses mit den damalig unzureichenden Mitteln neu errichtet worden war. 1994 habe ich zusammen mit meiner Frau am Ort ein Gebäude für ihre Arztpraxis errichtet. Wenige Jahre vor Beendigung meines Dienstes haben wir am Ort einen Dreiseithof mit einem Wohnhaus aus dem Jahr 1765 gekauft und gründlich saniert, wo wir nun wohnen und den wir selbst haben unter Denkmalschutz stellen lassen. Was also lag näher, als Baufragen zum Thema auch im Ruhestand zu machen?

Was erwarte ich von der Tätigkeit? Nun bin ich gespannt, wie weit ich zu Projekten hinzugezogen werde und was sich auf diesem Wege für die Kirchen unseres Landkreises bewegen lässt. Nach wie vor gibt es Kirchen mit akutem Handlungsbedarf. Andere Gebäude müssen 25 oder 30 Jahre nach ihrer Nach-Wende-Restaurierung wieder angefasst werden. Die schrumpfenden Gemeindegliederzahlen und die Frage, wie die Kirchen in kleinen Orten zukünftig genutzt werden können, macht die Bauunterhaltung nicht einfacher. Aber Gebäude, die 750 Jahre alt sind (oder auch nur 200) haben schon manche schwierige Zeit gesehen.

Was reizt mich an meiner Region? Mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit bin ich nun in Lunow an der Oder zu Hause. Politisch gehören wir zum Landkreis Barnim, historisch in die Uckermark. Die Landschaft ist geprägt durch die Eiszeit und durch eine halbwegs intakte Natur, in der es das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Nationalpark Unteres Odertal gibt. Als es auf mein Dienstende zuging haben meine Frau und ich uns die Frage gestellt, wo wir die kommenden Jahre leben wollten. Mit dem Kauf unserer Hofstelle haben wir die Frage beantwortet. Wir fühlen uns hier wohl. Meistens jedenfalls.

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Anne Haertel und der Vorstand würdigen Brandenburgs Dorfkirchen als Zeugnisse der Geschichte und danken den Menschen, die sich für ihren Erhalt und ihre lebendige Nutzung einsetzen.

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Die Glocke läutet wieder

Ein neuer Förderverein belebt die Dorfkirche Groß Haßlow mit Veranstaltungen und ersten Reparaturen. Für die dringend nötige Sanierung von Glockenturm und Dachstuhl wirbt er um Unterstützung.

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